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Freitag, 18. März 2011

Die elektronische Zigarette

Ich habe mir wieder einmal Gedanken gemacht über das Rauchen. Schon einmal habe ich mich über das Rauchen kritisch geäussert ("Streit mit Rauchern") und habe damals ausschliesslich positives Feedback erhalten. Ein Leser hat sich meine Gedanken sogar richtig zu Herzen genommen und versucht mit dem Rauchen aufzuhören. Na ja, geklappt hat es fast, aber dann leider doch nicht ganz.

Ebenfalls mit dem Rauchen aufhören möchte meine Schwester. So hat sie sich nun eine elektronische Zigarette bestellt, mit der sie sich erhofft, erfolgreich zu sein in ihrem Vorhaben. Ich bin sehr gespannt, ob ihr dies gelingen wird. Laut den Herstellern, ist die elektronische Zigarette jedoch nicht zur Rauchentwöhnung gedacht. Viel eher sei sie eine saubere Alternative zur herkömmlichen Zigarette. Sie enthält nämlich eine genau dosierte Menge Nikotin, kommt jedoch ohne die schädlichen Auswirkungen des Tabaks wie Kohlenmonoxid oder Teer aus. 

Optisch ist die elektronische Zigarette kaum von einer herkömmlichen Tabakzigarette zu unterscheiden. Doch das Aussehen ist dann auch schon die einzige Gemeinsamkeit. Viel Technik und Elektronik steckt in der "Vitarette" und sie funktioniert ohne die Verbrennung von Tabak. Sie erzeugt im Innern einen nach Tabakrauch schmeckenden Dampf. Bei jedem Zug wird mit Hilfe elektrischer Spannung eine winzige Menge aromatischer Flüssigkeit erhitzt, verdampft, mit frischer Luft vermischt und in Nebel umgewandelt. 

Die wichtigsten Vorteile der elektronischen Zigarette? 
  • Da auf Tabak verzichtet wird, entstehen auch keine gefährlichen Verbrennungsrückstände, wie dies bei der herkömmlichen Tabakzigarette der Fall ist. Das gefährliche Kondensat, das man umgangssprachlich als "Teer" kennt, wird bei der elektronischen Zigarette natürlich nicht produziert. Wer pro Tag ein Päckli Zigaretten raucht, führt seinem Körper ca. 200ml "Teer" zu. Laut "Vitasmoke" haben Nutzer der elektronischen Zigarette berichtet, dass sich ihr Raucherhusten schon nach kurzer Zeit merklich verbessert hat. Und auch ihre Kondition im Sport hat sich stark verbessert.
  • Auf den Genuss des Rauchens muss nicht verzichtet werden.
  • Mit dieser Zigarette kann überall geraucht werden. Natürlich wird es Diskussionen geben, aber in der Stammkneipe wird sich die neue Zigarette bald herumgesprochen haben.
  • Bares Geld kann mit der elektronischen Zigarette gespart werden.
Ich habe ich im Internet eine elektronische Zigarette gefunden, bei welcher die Dosierung des Nikotins selbst gesteuert werden kann. Stark, mittel, leicht oder ohne Nikotin kann eingestellt werden. So hat man die Möglichkeit langsam zu reduzieren, bis man am Ende ohne Nikotin auskommen kann. Ich bin überzeugter Nichtraucher und kann deshalb natürlich nicht beurteilen, wie die Umstellung auf eine elektronische Zigarette sein könnte und ob man damit vielleicht sogar mit dem Rauchen aufhören kann. Aber ich empfehle jedem Raucher, sich diese Variante zu überlegen. Der Körper und das Portemonnaie werden es danken. Aber vor allem kann den Angehörigen dank dieser elektronischen Zigarette vielleicht viel Leid erspart werden. Eine Garantie gibt es natürlich nie im Leben, aber ein Versuch ist es allemal Wert, nehmt es euch zu Herzen!

Links:

Heute gebe ich für das Lied des Tages meinem Ohrwurm nach. Enya mit "Only Time" spielt sich in meinem Ohr unaufhörlich ab.


Donnerstag, 17. März 2011

Unglaubliche Disziplin

Beinahe minütlich erreichen uns neue schockierende Bilder aus Japan. Über das Atomkraftwerk Fukushima haben die Menschen keine Kontrolle mehr und es droht eine Atomkatastrophe.


Trotzdem bleiben die Japaner erstaunlich ruhig und gefasst. Über Plünderungen hat man gar nichts gehört. Im Fernsehen sieht man, wie die Menschen diszipliniert vor den Läden anstehen und warten. Im "Stern TV" von gestern Abend war eine Deutsche zu Gast, die bis vor kurzem noch in Japan weilte. Sie erzählte, dass ihr ein japanischer Freund, der alles verloren hat durch den Tsunami, geholfen hat, ein Flugticket nach Deutschland zu erhalten. Und da ihre Kreditkarte nicht angenommen wurde, hat er ihr auch noch grosszügig 4000 Euro geliehen. 


Wahnsinn, selbst hat er alles verloren und denkt trotzdem erst an seine Nächsten. Er tröstete sie, sagte, sie solle sich erholen zu Hause und sich keine Sorgen machen. Es käme schon alles gut. Mir ist es eiskalt den Rücken runter gelaufen, als ich das gehört habe. Was würde wohl bei uns für ein Chaos ausbrechen, wenn wir etwas ähnliches durchmachen müssten? 


Ich habe sehr grossen Respekt vor den Menschen in Japan und hoffe so sehr, dass sie wenigstens den sogenannten Super-Gau (größter anzunehmender Unfall, der nicht mehr zu kontrollieren ist) abwenden können. Diese Menschen mussten doch schon genug durchmachen in den letzten Tagen! Und auch so stehen sie bereits vor einem riesigen Scherbenhaufen.


Ich habe oben rechts in meinem Blog solidarisch eine Japan-Flagge eingebaut. Mit einem Klick landet man auf der Homepage der Glückskette, wo man für die Opfer in Japan spenden kann.

Dienstag, 15. März 2011

Atomkraft muss ersetzt werden

Die aktuelle Katastrophe in Japan ist allgegenwärtig. Es ist schlimm, was den Menschen da alles zugemutet wird und es scheint immer schlimmer zu werden. Natürlich ist jetzt auch hierzulande die Diskussion aufgekommen, ob die Atomkraft Zukunft hat.

Ich bin der klaren Meinung, dass alles daran gesetzt werden muss ohne Atomstrom auskommen zu können. Wir dürfen nicht von etwas abhängig sein, das für uns so gefährlich werden kann. Die Forschung hat schon für die unnötigsten Dinge Milliarden ausgegeben, aber um alternative Stromerzeugungsmethoden weiter zu entwickeln hat man kein Geld?

Von heute auf morgen können die Atomkraftwerke nicht ersetzt werden, das ist völlig klar. Aber jetzt noch neue AKW's zu bauen, das ist doch totaler Unsinn. Dieses Geld sollte man besser dafür einsetzen, um mit alternativen Methoden die bestehenden AKW's zu entlasten. Setzt Solarzellen auf die Dächer, baut mehr Windkraftanlagen, setzt auf Wasserenergie und forscht weiter. Ich bin überzeugt, dass wir eines Tages auch ohne Atomstrom auskommen können. Es lohnt sich auf jeden Fall Zeit und Geld dafür einzusetzen und nicht einfach zu sagen, dass es nicht geht!

Die Menschheit hat soviele unglaubliche Sachen erfunden, die keiner für möglich gehalten hätte. Dank dem, dass immer wieder Menschen an das Unmögliche geglaubt haben, sind wir heute soweit entwickelt. Und für so unmöglich halte ich es gar nicht, erfolgreich auf die alternativen Methoden zu setzen.

Mittwoch, 10. November 2010

So wurde ich zum Vegetarier

Seit ca. einem halben Jahr bin ich nun ein waschechter Vegetarier. Hätte man mir vor einem Jahr gesagt, dass ich mal gänzlich auf Fleisch verzichten werde, ich hätte laut gelacht und wahrscheinlich sogar eine hohe Wette abgeschlossen!

Geplant habe ich es nicht, Vegetarier zu werden. Doch ich bin ein Mensch, der stets versucht andere Meinungen ernst zu nehmen und der sie nicht einfach gleich als lächerlich abstempelt. So war das auch damals, als ich frisch mit Melanie zusammen gekommen bin. Sie hat mir ihre Gründe aufgezeigt, weshalb sie auf Fleisch verzichtet.

Ich war immer der Meinung, dass es der natürliche Lauf ist, dass Lebewesen einander fressen, um überleben zu können. Doch so wie es heute läuft, hat es kaum noch was damit zu tun, wie es die Natur vorgesehen hat. Tiere werden unter widrigen Umständen gezüchtet. Meist haben sie kaum Platz und alles andere als ein schönes Leben. Die Tiere werden heran gezüchtet, nur damit wir ein paar Minuten Genuss haben.

Weiter kommt hinzu, dass die Natur schwer belastet wird für die Verarbeitung von Fleisch. Es gibt etliche Beispiele, welche einem zu denken geben sollten. Da ist zum Beispiel die landwirtschaftliche Tierhaltung, welche für 18% aller Treibhausgase verantwortlich ist! Das ist mehr als es das Transportwesen verursacht. Weiter sei die Verdauung der Rinder erwähnt, welche grosse Mengen von Methan produziert. Methan trägt 23-mal stärker zur Erderwärmung bei, als CO2. Stickoxide, welche im Kot der Tiere vorhanden sind, tragen gar 296-mal stärker zur Erderwärmung bei. Bei der Produktion eines halben Kilos Rindfleisch entstehen soviele Klimagase, wie bei einer 35KM langen Fahrt mit einem Mittelklassewagen. Die gleiche Menge an Kartoffeln, als Vergleich, verursacht gerade mal soviele Klimagase, wie bei einer Fahrt von 0.6KM mit demselben Auto!

Zudem werden 80% der landwirtschaftlichen Flächen für die Nutztierhaltung "verschwendet"! Der Hauptteil des abgeholzten Regenwalds, wird für die Nutztierhaltung verwendet! Das Land wird entweder für den Anbau von Tierfutter, oder als Weideland benutzt. Das sind alles Fakten, die aus einer Untersuchung der UNO-Landwirtschaftsorganisation vom Jahre 2006 hervor gehen.

Vielleicht heisst es jetzt "ja... aber die Vegetarier machen auch Gebrauch von den Nutztieren, indem sie beispielsweise Milch trinken...!" Das ist sicherlich richtig, nur braucht man im Vergleich zu Fleischessern nur die Hälfte des Bodens um einen Vegetarier zu ernähren. Gar nur einen Viertel davon braucht es für einen Veganer.
Alleine Grossbritannien könnte 250 Millionen Menschen mit rein pflanzlicher Kost ernähren.

Wie man sieht habe ich mich ausgiebig informiert über dieses Thema. Trotzdem, wollte ich anfangs nicht ganz auf Fleisch verzichten. Schliesslich gibt es neben Fleisch und Gemüse, von welchem ich kaum etwas gern habe, nicht mehr allzu viel Auswahl an Fressalien. Also habe ich mich vorerst dazu entschlossen, dann kein Fleisch mehr zu essen, wenn ich mit Melanie unterwegs bin. Doch ehe ich mich versah, ass ich gar kein Fleisch mehr. Und was mich doch sehr überrascht hatte, es fehlte mir gar nicht!

Ich habe in der Folge vieles ausprobiert. Da gibt es zum Beispiel die Délicorn-Linie von Coop, oder die Cuorn-Produkte der Migros. Gut, das Wenigste hat Ähnlichkeiten mit Fleisch, doch ich fand es anfangs eine absolut akzeptable Alternative. Später stellte ich jedoch fest, dass ich oftmals Bauchschmerzen bekam davon. Ich musste weiterschauen.

Da ich ein Kochmuffel bin, suchte ich natürlich nach etwas, das schnell geht. Bei den normalen Mikrowellengerichten gibt es aber leider kaum etwas für Vegetarier. Von 20 Produkten sind vielleicht etwa zwei bis drei ohne Fleisch. Da besteht meiner Meinung nach grosser Handlungsbedarf, oder sollte ich einfach meinen inneren Schweinehund überwinden und mir etwas kochen?!? Es darf spekuliert werden ;-).

Was ich jedoch absolut empfehlen kann, sind die délicorn Valess Produkte, welche Coop anbietet. Diese werden aus Milch hergestellt und haben erstaunliche Ähnlichkeit mit Fleischprodukten. In einem Test von Galileo konnte kein Passant den Unterschied erkennen!

Ich habe also die Erfahrung gemacht, dass man auch ohne Fleisch sehr gut leben kann. Zugegebenermassen habe ich immer mal wieder Lust auf ein Stück Salami oder auf Bü-Bü-Bündnerfleisch, doch es fällt mir überhaupt nicht schwer, darauf zu verzichten. Zudem habe ich viele neue Gerichte kennengelernt und habe nicht vor dem Probieren bereits abgewunken, zumindest in den meisten Fällen :-).

Ich empfehle jedem, eine Zeit lang zu versuchen ohne Fleisch aus zu kommen. Wer weiss, vielleicht merkt der Eint oder Andere, dass es gar nicht so schwer ist, darauf zu verzichten. Und wenn der Fleischkonsum auch nur schon reduziert werden kann, tut man der Umwelt bereits einen grossen Gefallen! Zudem gibt es viele Vegi-Kochbücher, aus denen man tolle vegetarische Gerichte zaubern kann. Aber schlussendlich muss natürlich jeder selber wissen, ob er es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, Fleisch zu essen. Ich kann es nicht mehr!

Ein Video, welches zum Nachdenken anregen soll: