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Donnerstag, 25. November 2010

David Garrett: Ein sensationeller Geiger und Unterhaltungskünstler

Die Geige war nie mein Lieblings-Instrument. Deswegen interessierte ich mich auch nie für diese Szene. Als mir Melanie dann erzählte, dass sie einen Geiger sehr gerne hört, war ich ziemlich skeptisch. Ich hörte mir jedoch diesen David Garrett an und ich war begeistert. Unglaublich, was dieser Kerl aus diesem Instrument rausholt!

Gestern war es dann soweit, wir besuchten in Basel das David Garrett Konzert. Es begann mit einer Überraschung. David Garrett stand nämlich nicht auf der Bühne, sondern tauchte aus einem Zuschauereingang auf und lief spielend durch die Zuschauermengen auf die Bühne zu seiner Band und seinem Orchester.

An diesem Abend lernten wir einen äusserst sympathischen, bodenständigen und witzigen Geiger kennen. Er erzählte vor beinahe jedem Stück eine kleine Episode aus seinem Leben.

Auf lustige und unterhaltsame Art und Weise schilderte er zum Beispiel, dass er dank seiner hässlichen Brille, die er hätte tragen müssen, kein Lampenfieber kennt. Ohne Brille sah er ja das Publikum gar nicht.

Oder, dass er aus zeitlichen Gründen ein Privatflugzeug hatte nehmen müssen. Dabei stellte er sich natürlich eine Luxusmaschine vor. Vorgefunden hat er ein kleines Flugzeug, bei welchem aus Platzgründen ein Co-Pilot fehlte. So wurde er vor dem Flug noch instruiert, was zu tun ist, falls es dem Piloten mal nicht mehr so gut gehen sollte.

Weiter liess er die Zuschauer auch von seinen Missgeschicken wissen. In einem Hotel in Köln reklamierte er, weil die Karte, die er bekommen hatte, nicht funktionierte und er deswegen das gesamte Gepäck hin und her hatte schleppen müssen. Der Portier entgegnete ihm dann, dass er die Karte von einem Hotel in Frankfurt benutzt hatte und dass eventuell hier das Problem zu finden sei.

Den ganzen Abend unterhielt er das Publikum mit solchen Geschichten. Er erzählte abwechslungsreich, spannend und vorallem mit einem prächtigen Schuss Humor. Dies hat wunderbar gepasst zu seiner musikalischen Meisterleistung.

Bei einem Stück setzte er sich eine Brille mit eingebauter Kamera auf. Auf der Leinwand konnten die Zuschauer so aus der Perspektive von David Garrett sehen. Als ihm diese Brille plötzlich verrutscht war, spielte er ohne Regung weiter und liess sich nicht aus der Ruhe bringen.

Weiter wusste auch seine Bühnenshow mit Feuer, Licht und Laser zu überzeugen. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich rundum begeistert war von diesem Konzert. Schon vorher hatte ich hohe Erwartungen, doch diese wurden sogar noch um Längen übertroffen!

Das heutige Lied des Tages stammt, und das wird überraschen, von David Garrett ;-).
Smooth Criminal, eines meiner Lieblingsstücke!



Samstag, 20. November 2010

Man wird älter

Viele werden sich wundern über diesen Titel, denn ganz so alt bin ich eigentlich doch noch gar nicht. Und ganz ernst gemeint ist dieser Beitrag auch nicht...

Doch, dass man sich verändert, reifer wird habe ich nach dem letzten Match des FC Aarau bemerkt. Ja, ein wenig aufgeregt hat mich die ganze Situation, die sich in den letzten Minuten abgespielt hat schon. Doch wenn ich daran denke, wie ich früher reagiert hätte...

Das wäre für mich der Weltuntergang gewesen. Ich hätte mich kaum beherrschen können, hätte dem Schiri die kreativsten Nettigkeiten an den Kopf geworfen. Danach hätte ich den Frust mit möglichst viel Alkohol runterspülen müssen, um am nächsten Tag festzustellen, dass dies keine gute Idee war. Probleme vermehren sich, wenn sie mit Alkohol aufeinander treffen.

Und wie sieht es heute aus? Ich war 5 Minuten schockiert und fassungslos. Danach lief ich mit Melanie und Fäbu zu meinem Auto. Im Auto diskutierten wir dann ein wenig. Während Fäbu davon sprach, nach dieser Schlappe Bier zu gebrauchen, entgegnete ich, dass ich nun dringend eine Suppe benötige. Ja das Gelächter war gross, die Stimmung wieder etwas besser.

Die Erkenntnis an diesem Abend? Man wird älter...

Das heutige Lied des Tages kommt von Gerd Christian. Das Lied kannte ich nicht bisher und ist, wie der gesamte Eintrag, nicht ganz ernst gemeint... ;-) In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes Wochenende!

Freitag, 8. Januar 2010

Bulgarischer Nationalspieler zum FC Aarau?

Als ich heute eine im Aargau ansässige Zeitung aufschlug und in der rechten Spalte den Übertitel "Milanov will zum FC Aarau" gelesen habe, staunte ich nicht schlecht. Als ich jedoch dann den Satz - mehr war es nicht, wie üblich, wenn es bei dieser Zeitung um den FC Aarau geht - zu Ende gelesen habe, verblieb ich verwirrt mit vielen Fragen im Kopf am Pausentisch. Offenbar reiste der rechte Aussenverteidiger gestern ins Brügglifeld, um mit Andermatt zu sprechen. Doch da die Ablösesumme eh zu hoch wäre für den FCA, ist ein Transfer höchst unwahrscheinlich, hiess es in diesem Bericht... eh sorry, in diesem Satz ;-).

1.) Warum sollte ein Rechtsverteidiger von Levski Sofia zum abgeschlagenen Schlusslicht der Schweizer Natonalliga A wechseln wollen (!!!)? Mag er einfach die Weine von seinem Landsmann und Ex-Aarauer Petar Aleksandrov und will deswegen in der Nähe wohnen?

2.) Wieso reist ein Bulgarischer Nationalspieler in die Schweiz, um mit einem Trainer über einen Transfer zu diskutieren, der eh nie zustande kommen wird? Oder diskutierten die Beiden einfach über den Klimawandel? Um über dieses Thema erfolglos zu diskutieren, wurden schliesslich schon weit mehr Kilometer Reiseweg zurückgelegt.

Man weiss es nicht und kann wieder einmal mehr nur spekulieren und hoffen, um dann am Ende doch wieder nur enttäuscht zu sein. Sei es, weil eine Zeitung glaubt Verwirrung stiften zu müssen, oder weil der FCA eine Frist für einen Transfer kommuniziert, die dann halt doch nicht eingehalten wird. Oder war es etwa wieder diese ominöse Zeitung, die da voreilig von einem 4. Januar geschrieben hat? Wie immer in der letzten Zeit, wenn es um den FCA geht, bin ich verwirrt, enttäuscht und irgendwie am resignieren...

Deswegen muss heute ein ganz besonderes Lied her. Seit ich die Band Eluveitie vor ca. 1 1/2 Jahren kennengelernt habe, ist Inis Mona in meiner persönlichen Playlist ganz oben vertreten. Dieses Lied kann ich so oft hören wie ich will, es verleidet mir einfach nicht und hat nun schon ein ganzes Jahr die Ehre, den Klingelton meines Handys zu verkörpern! Das hat zuvor kein Lied geschafft :-).





Donnerstag, 7. Januar 2010

Fragen ist Frauensache!

Neulich bestückte ich im Geschäft eine Aktionsfront, während plötzlich ein Pärchen die Abteilung betrat. Die Beiden trennten sich daraufhin. Der Mann schlenderte beim Barzubehör herum, während die Frau sich bei der Kosmetikabteilung umsah. Ein paar Minuten später gesellte sich die Frau zu ihrem Freund in die Barabteilung, der zwar immer wieder den Gang auf und ab lief, jedoch nicht unbedingt so aussah, als würde er etwas bestimmtes suchen.

Seine Freundin war wenige Sekunden bei ihm, bis sie plötzlich auf mich zu kam. Ihr Freund entfernte sich daraufhin möglichst weit weg von uns und schien sich plötzlich sehr intensiv für eine Ménage zu interessieren. Die Frau fragte mich dann, wo wir denn die Antirutschmatten hätten. Ich zeigte es ihr und als ich vermeintlich nicht mehr in der Nähe war, konnte ich hören, wie ihr Freund zu ihr sagte, dass er mehrmals vor diesem Gestell gestanden habe.

Ich fand dies eine herrliche Situation. Der Mann sucht minutenlang vergeblich nach dem gewünschten Artikel und ist sehr bemüht, nicht auffällig danach zu suchen. Fragen scheint keine Option zu sein. Die Frau hingegen fackelt nicht lange. Wenn sie das Gesuchte nicht gleich findet, dann wird der nächste Verkäufer angepeilt, der ihr den Standort des Artikels zeigen soll. Diese Variante ist ja eigentlich auch die Effizienteste und die Nerven schonen tut sie auch noch!

Nur, wieso macht dies ein Mann nicht? Ich selbst bin da nämlich meistens genau gleich. Lieber suche ich eine halbe Ewigkeit, als dass ich mir helfen lasse. Vielleicht ist es der Stolz? Ich kann das schliesslich auch selber finden, brauche doch die Hilfe eines anderen Menschen nicht. Sollen die etwa denken, ich kaufe das erste Mal ein? Wenn ich es dann rasch finde, fühle ich mich bestätigt und bin zufrieden. Und falls ich eine halbe Stunde verbraucht habe, um die Bratensauce zu finden, verdränge ich dies einfach oder gebe den Layoutern der Coop-Filiale die Schuld. Schliesslich gäbe es viele bessere Orte für die Bratensauce, ganz klar...

Oder vielleicht will ich die kostbare Zeit der Verkäufer nicht verschwenden für solch banale Fragen. Ich weiss ja selbst, wie gewisse Fragen nerven können. Na ja, es ist wohl eher das Erstgenannte. ;-)

Trotzdem bin ich meistens schneller fertig mit Einkaufen, als meine weiblichen Wegbegleiter. Ich suche zwar immer mal wieder etwas, bleibe dafür nicht an jedem Kleider- oder Kosmetikständer hängen... Doch das ist ein anderes Thema. :-)

Interessant ist übrigens, dass auch die männlichen Kunden erleichtert wirken, wenn ich sie frage, ob ich behilflich sein kann. Schliesslich hat der Mann dann nicht gefragt, sondern er wurde gefragt. Eine komplett andere Situation, welche sich auch mit dem eigenen Stolz vereinbaren lässt...

Mein heutiges Lied des Tages stammt von Bob Sinclair.



Montag, 28. Dezember 2009

I Have a Dream

Am Samstag ist es soweit. Das erste ganz grosse Highlight im Jahr 2010 steht an. Das Eishockey-Plauschturnier in der Aarauer KEBA. Gestern war mein zweitletztes Training vor dem grossen Showdown. Nur ein einziger und harmloser Sturz musste ich hinnehmen!

Und heute Nacht hatte ich einen Traum. Wir betraten in der ausverkauften KEBA unter tosendem Applaus das Eisfeld. Was für ein Moment! Das Herz raste, Hühnerhaut kam auf und während der Schweiss über die Wangen kullerte, lief es uns kalt den Rücken runter. Das Bully zum Anstoss konnte ich gewinnen, den Puck passte ich zu Bruno und lief auf die rechte Seite in die Nähe des Tores. Der Traumpass von Bruno konnte ich direkt im Tor unterbringen. Die Halle kochte und ich wusste nicht, wie mir geschah. Was folgte war der tatsächlich schon einstudierte Torjubel mit Bruno, bei dem es uns zwar beide auf die Schnauze haute, doch genau das machte diesen Moment perfekt!

Am Ende gewannen wir das Spiel. Alle waren wir überglücklich. Wir mussten noch stundenlang Autogramme schreiben und konnten uns vor weiblichen Groupies kaum retten. Leider ertönte genau in diesem Moment mein Wecker, den ich nur aus dem Grund, dass es sich bei meinem Wecker um mein geliebtes HTC handelt, nicht an die Wand schmetterte!

Die Realität sah dann leider ganz anders aus. Eine höllisch schmerzende Rippe und die Erkenntnis, dass es erst Montagmorgen ist und ich wohl oder übel arbeiten gehen muss! So bitter kann das Aufwachen sein!

Dafür ist die Vorfreude auf Samstag unglaublich gross!

Beim Lied des Tages bin ich heute spontan auf Omnos von Eluveitie gekommen.

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Mein Monat ohne Facebook

Nach reichlicher Überlegung entschloss ich mich Anfang November an der Studie Facebookless teilzunehmen. Bei dieser Studie ging es darum, dass man sein Profil für einen Monat abgibt, täglich eine kurze Status-Nachricht auf einer Homepage der Rod Kommunikation hinterlässt und dafür 300.- kassiert.

Als dann der Tag des ersten Gesprächs und sogleich der Abgabe meines Facebook-Profils da war, bekam ich allerdings plötzlich kalte Füsse. Ich schloss mich in meinem Zimmer ein.


Doch meine Mitmenschen wussten mit durchaus überzeugenden Argumenten zu kontern!




Ich liess mich jedoch davon nicht beeindrucken und verblieb hartnäckig in meinem Zimmer. Na ja, dies war wohl nicht die beste Entscheidung, wie untenstehendes Bild zeigt.


Nun gelangten sie in mein Zimmer und führten mich sanft und zärtlich zum Auto:



Jeder Widerstand war also zwecklos! Ich musste es durchziehen!

Tag 1 verlief ziemlich gut. Ich brauchte bloss eine kleine Flasche Nasenspray, um mich gut zu fühlen.



Auch in den darauffolgenden Tagen hielten sich meine Entzugserscheinungen in Grenzen und ich konnte absolut nichts abnormales erkennen, als ich mich im Spiegel betrachtete.


In der zweiten Woche musste ich die Tagesdosis meiner Feierabendbierchen ein klein wenig erhöhen.



Doch nachdem die Flaschen leer waren, ging es mir wirklich sehr gut und ich dachte keine Sekunde an Facebook - ein echter Fortschritt!

In der dritten Woche hatte ich oft Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen und Schweissausbrüche. Doch auch dagegen fand ich ein paar ganz gute Mittel.



Nach der Einnahme meiner kleinen Freunde und meiner Tagesration Bier, sind erstaunlicherweise sogar die eckligen, kleinen Käfer, welche ständig und überall um mich herum schwirrten, verschwunden.


Auch in der dritten Woche wusste ich mich immer zu beschäftigen.



Und am letzten Abend musste mein Erfolg natürlich ausgiebig gefeiert werden. Gut okay, ich gebe es zu. Da habe ich es vielleicht ein klein wenig übertrieben. Anders kann ich mir das Schalke-Shirt nämlich nicht erklären...



So nun ist leider Bettzeit in Königsfelden. Aus mir völlig unerklärlichen Gründen wurde ich hier eingewiesen. Sachen gibt's...